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Eine Ode an die Mutter, Mama, Mum, Ma!

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Herausgegeben von in Worte der Liebe ·


Wir, die Frauen von Kindern, die in unserer Obhut heranwachsen; geboren aus unseren Körpern, mit unserer Kraft.
Kein Dutzend Atemzüge alt
Und hattest doch so viel Gewalt
Und alle Macht über mein Leben,
So lang schon deinen Platz darin,
Und du vermochtest, ihm den Sinn
Zu nehmen oder neu zu geben.
Noch nie zuvor im Leben war
Mir unsere Ohnmacht so klar:
Wir können nur hoffen und bangen,
Da stehen wir hilflos herum
Und taugen zu nichts, als nur stumm
Dies Geschenk dankbar zu empfangen. (Reinhard Mey)
Wir, die Trostspender, die Mutmacher, die Wächter, wir halten das System zusammen. Wir sind es, die nie krank sein dürfen, die sich einen Ausfall nur schwer erlauben können: Unser Job hört nicht auf, er wird nicht bezahlt mit Geld. Aber er wird mit der Liebe, mit der Achtung und mit dem größten Geschenk, was wir bekommen können, bezahlt: Mit unseren Schützlingen, unseren Kindern.
Und wenn Enttäuschung mich bedrückt, bringst du ein Stück Hoffnung und Zuversicht zurück.Mein freundliches, mein sanftes, mein zärtliches Kind,So unbeschwert und frei, eine Feder im Wind,Ein Neubeginn, ein Silberstreif‘ am Horizont,Ein guter Grund, für den es sich zu leben lohnt.Du wehst mir wie ein Frühlingsmorgen Durch die Alltagssorgen Und bringst, wo ich nun wacher träume, mir ein Stück Freiheit und Fantasie zurück. Reinhard Mey
Aber was bedeuten Mutter in der heutigen Zeit zu sein?
Ich habe da Gefühl das man nur begrenzt Mutter sein Darf. Auf eine bestimmte Zeit in einem Bestimmten Rahmen und das ist nicht damit gemeint dass die Kinder selbstbestimmt weiterziehen. Nein die Rahmenbedingungen sind gemeint.
Kinder sind uns nur für kurze Zeit geliehen sie sind ja gekommen um weiter zu ziehen. Reinhard Mey
Wir geben unsere Kinder meist schon mit einem Jahr ab, in Hände, die wir gerade mal wenige Stunden oder Tage kennen. Wir sollen all unser Vertrauen geben, all unsere Liebe wird durch diese neuen Hände an unseren Schützling gehen.
Die Dramen, morgens vor dem Kindergarten,Verzweiflung, wenn Mutter gegangen ist,Die Qual, einen Tag lang auf sie zu warten,Und immer Angst, daß sie mich hier vergißt. Reinhard Mey
Und unsere Kinder, die wollen das gar nicht, die wollen doch mit uns durch die Welt gehen. Aber Systeme dieser Welt machen es uns nur schwer möglich, dieses Band zu halten.
Ganz sicher nicht für euch hat ihre Mutter Sie unter Schmerzen auf die Welt gebracht.Nicht für euch und nicht als Kanonenfutter.Nicht für euch hab‘ ich manche Fiebernacht Verzweifelt an dem kleinen Bett gestanden,Und kühlt‘ ein kleines glühendes Gesicht,Bis wir in der Erschöpfung Ruhe fanden,Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht! Reinhard Mey
Spätestens mit der Schule wird durch Gesetze bestimmt, wer da Zeit verbringen darf mit unseren Kindern. Auch wenn wir es uns so sehr wünschen, den Fragen unserer Kinder nachgehen zu wollen, wird es uns durch dieses Gesetz nicht erlaubt an x Std., 5 Tage die Woche. Auch die Kinder werden nicht gefragt, ‘es sei ihre Pflicht’. ‘Ihr Job, ihre Aufgabe’ wurde mir gesagt. ‘Kinder müssen lernen auch Dinge zu tun die doof sind’.

Den Kopf zurückgeneigt, um fragend zu mir hochzusehen,Die kleine warme Hand in meiner, gehst du neben mir.Das heißt, eigentlich mußt du schon eher laufen als gehen,Auf einen meiner Schritte kommen drei Schritte von dir.Und atemlos erzählst du von all den Begebenheiten,Gedanken und Geschichten, die dir grad‘ im Kopf rumgeh‘n,Übersiehst dabei nichts am Weg und zeigst mir Winzigkeiten,Die hab‘ ich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr geseh‘n. Reinhard Mey

Als Mutter gebe ich meinen Kindern all das, was mein Herz gerade geben kann. Ich behüte, ich lasse frei, ich lerne, ich schaue. Und dann kommt da etwas das evtl. eine Bedrohung sein kann. Und es wird verlangt, dass wir unseren Liebsten erzählen, dass dieser Ort gut ist. Wir sollen ermuntern, wir sollen stärken, wir sollen sagen: ‘Du schaffst das’.

Es gab nur Liebe und Versteh‘n, gab nur Freiheit bislang,Und nun droh‘n Misserfolge und Versagen.Der Wissensdurst versiegt unter Bevormundung und Zwang,Die Gängelei erstickt die Lust am Fragen.Die Schule macht sich kleine graue Kinder, blass und brav,Die funktionier‘n und nicht infragestellen,Wer aufmuckt, wer da querdenkt, der ist schnell das schwarze Schaf.Sie wollen Mitläufer, keine Rebellen,Ja-Sager wollen sie, die sich stromlinienförmig ducken,Die ihren Trott nicht stör‘n durch unplanmäss‘ge Phantasie,Und keine Freigeister, die ihnen in die Karten guckenUnd die vielleicht schon ein Kapitel weiter sind als sie. Reinhard Mey

Da bleibt mir nur zu hoffen, als Mutter zweier Töchter, die vielleicht auch mal Mütter sind. Ich hoffe für alle werdenden Mütter, dass euer ‘Mama Sein’ so viel wert ist, dass alle auf euch mit Liebe schauen und euch die Zeit geben, die ihr braucht – Du und dein Kind – um gemeinsam zu gehen, Hand in Hand. Monate, Jahre, so wie es euch beliebt. Ich wünsche mir, dass ihr nachts zusammen daliegen könnt und ihr euch sicher seid, dass niemand euer Familienleben durch Gesetze einschränkt.

Ich hab‘ noch manches langes Jahr auf Schulbänken verlor‘nUnd lernte widerspruchslos vor mich hinNamen, Tabellen, Theorien von hinten und von vorn,Daß ich dabei nicht ganz verblödet bin!Nur eine Lektion hat sich in den Jahr‘n herausgesiebt,Die eine nur aus dem Haufen Ballast:Wie gut es tut, zu wissen, daß dir jemand Zuflucht gibt,Ganz gleich, was du auch ausgefressen hast!Ich weiß nicht, ob es Rechtens war, daß meine Eltern michDa rausholten, und wo bleibt die Moral?Die Schlauen diskutier‘n, die Besserwisser streiten sich,Ich weiß es nicht, es ist mir auch egal.Ich weiß nur eins, ich wünsche allen Kindern auf der Welt,Und nicht zuletzt natürlich dir, mein Kind,Wenn‘s brenzlig wird, wenn‘s schiefgeht, wenn die Welt zusammenfällt,Eltern, die aus diesem Holze sind. Reinhard Mey
Einmal Mutter, immer Mutter! Für immer werden wir verbunden sein mit unseren Kindern. Ich würde sagen, sogar ewig. Wie oft höre ich meine Mutter über ihre reden, wie oft sagt meine Mutter ‘So hat es meine Mutter getan, damals als sie noch lebte.’ Mutter sein ist nicht begrenzt, es ist für ewig!

Ich gehör‘ mir nicht mehr allein,Nein, ganz frei werd‘ ich nie mehr sein,Ganz sorglos und ganz unbeschwert.Jede Entscheidung, jeden Schritt,Jeden Gedanken lenkst du mit,Solange, wie ich denken werd‘.Aber meine SorglosigkeitBin ich zu tauschen gern bereit,Und meine Ruhe geb‘ ich herFür das Knäuel, das sich an mich hängt,Den Freudenschrei der mich empfängt,Wenn ich am Abend wiederkehr‘.Nun gute Nacht, dein Tag war lang.Wenn es mir nicht so ganz gelangFür dich zu sein, wie ich gern wär‘,Dann hab‘ Geduld mit mir, weißt du,Ich lerne noch soviel dazu,Morgen weiß ich vielleicht schon mehr,Und wenn ich ungeduldig war,Schroff und ungerecht sogar.Dann muß du mir bitte verzeih‘n,Ich sollt‘ es wissen, eigentlich,Der größ‘re von uns zwei‘n bin ich,Könnt‘ ich doch auch der Weis‘re sein! Reinhard Mey
Liebe Mütter, in eurer Obhut sind die, die morgen diese Welt gestalten. Diese kleinen Menschen, in Gestalt eines Kindes, sie sind es, die unsere Zukunft bestimmen. Ich wünsche mir für alle Kinder, dass sie frei sein dürfen, ihre Potentiale zur Entfaltung zu bringen.

Sieh dich um, nun bist du ein Teil der Welt,Die sich selbst immerfort in Frage stellt,Wo Menschen ihren Lebensraum zerstör‘n,Beharrlich jede Warnung überhör‘n.Ein Ort der Widersprüche, arm und reich,Voll bitt‘rer Not und Überfluß zugleich,Ein Ort der Kriege, ein Ort voller Leid,Wo Menschen nichts mehr fehlt, als Menschlichkeit!Du bist ein Licht in ungewisser Zeit,Ein Ausweg aus der Ausweglosigkeit,Wie ein Signal, den Weg weiterzugeh‘n,Herausforderung weiter zu besteh‘n.Wo vieles voller Zweifel, manches zum Verzweifeln ist,Da macht ein Kind, daß du alle Zweifel vergißt.Es sind in einer Welt, die ziel- und ratlos treibt,Die Kinder doch die einz‘ge Hoffnung, die uns bleibt! Reinhard Mey
Und du mein Kind, ich wünsche mir so sehr als deine Mutter, dass diese Erde der richtige Ort war, um dich ihm auszusetzen. Ich werde für immer da sein, ich höre dich IMMER. Ich werde alles tun, was ich kann damit du gehört wirst! Damit du ernst genommen wirst. Ich bin deine Mutter auf EWIG!

Möge Dir, von dem, was Du dir vornimmst, viel gelingen!Sei zufrieden, wenn‘s gelingt, und ohne Übermut,Versuch‘ Deine Welt ein kleines Stück voranzubringen,Sei, so gut es geht, zu Deinen Menschenbrüdern gut!Tja, dann wünsch‘ ich Dir, daß ich ein guter Vater werde,Daß Du Freunde findest, die Dich lieben, und daß Du Spaß hast an dem großen Abenteuer auf der Erde!„Hals- und Beinbruch“, da kommt was auf Dich zu. Reinhard Mey



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Ann-Kathrin Prelle

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